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Tracht

 

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Trachten zeigen zwar das Traditionsbewusstsein der Menschen und ihre Identifikation mit der Heimat, unterlagen aber dennoch der gerade aktuellen Mode und dem Zeitgeist. Die Farben, Stoffarten, Bänder und Borten verraten viel über den gesellschaftlichen Stand und auch der Religion der jeweiligen Träger. Die Kleider von Katholiken und Protestanten unterscheiden sich beispielsweise maßgeblich von- einander.


Insbesondere die aufwändigen Festtagstrachten mit ihren vielen Details gehörten zum kostbarsten Schatz einer Frau. Diese Kleidung begleitete sie in der Regel das ganze Leben: Aus teuren Stoffen gefertigt, trugen die Frauen diese nur zu besonderen Festtagen und Anlässen. Diese Art der Tracht unterlag somit auch kaum einer Abnutzung. Auf Fotos von Familienfeiern wie z. B. Hochzeiten kann der Betrachter heute deshalb ganz deutlich Unterschiede bei den Trachten zwischen den jeweiligen Generationen erkennen: Jede Generation hat ihren eigen Geschmack, so dass die Fortentwicklung der Mode schön zu sehen ist.

In der Fränkischen Schweiz bildete sich der Wohlstand der Bewohner auch an den Stoffen ihrer Kleider ab. Die fruchtbarere Gegend um Forchheim mit ihren ertragreicheren Böden ermöglichten den Frauen Gewänder aus teuren Stoffen wie Seide zu erwerben. Hier ist Satin und Brokat zu nennen. Auch war es den Familien hier eher möglich, aufwändige Stickereien herstellen zu lassen. Auf den kargen Hochflächen reichte das Geld meist nur für einfache Baumwollstoffe.
Wie auch in den meisten anderen Gegenden Frankens war bei der weiblichen Tracht Ober- und Unterteil stets getrennt. Auffallend ist die starke Betonung der Hüften. Um diese zu erzielen trugen die Frauen mehrere, oben dicht geraffte Unterröcke übereinander, so dass der eigentliche Oberrock ein glockenförmiges Aussehen bekam.

 



 

 

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In der Fränkischen Schweiz galten die Brautkronen, filigran aus dünnem Bronzedraht und Glasperlen gefertigt und mit zahlreichen symbolträchtigen Ornamenten ausgeschmückt, als Symbol für die weibliche Jungfräulichkeit und Ehrenhaftigkeit. Letztmalig trugen die Mädchen diesen von der Marienkrone abgeleiteten Schmuck am Tage ihrer Hochzeit. Nach der Hochzeitszeremonie kam die Frau dann sprichwörtlich unter die oftmals ebenfalls reich ausgeschmückte „Haube“.
Goldschimmernde Brautkronen finden sich nur in katholischen Orten. In evangelischen Gemeinden trugen die Frauen an ihrer Stelle kronenförmig gebundene, silberfarbige Kränze. Im Hummelgau kleideten sich die Männer noch um 1900 in die lederne Kniebundhose und den Dreispitz, modische Relikte aus der Zeit des Rokoko. Durch die Prinzenhochzeit von Ludwig I., dem Ursprung des Oktoberfestes, im Jahr 1810 erlebten diese Kleidungsstücke eine Renaissance: Ein zur Hochzeit geladenes Paar aus dem Hummelgau nahe Bayreuth erschien zum Fest in der Residenzstadt München in ihrer Tracht und erregte damit unter den Gästen größtes Aufsehen!


 


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Kontakt
Fränkische Schweiz-Museum Tüchersfeld
Am Museum 5
91278 Pottenstein
Tel.: 09242-1640
Fax: 09242-1056
www.fsmt.de
info@fsmt.de

Träger:
Zweckverband Fränkische Schweiz-Museum
Landratsamt Bayreuth
Markgrafenallee 5
95448 Bayreuth
Öffnungszeiten
April - Oktober:
Di - So: 10.00 - 17.00 Uhr

November - März:
So: 13.30 - 17.00 Uhr

Für Gruppen wird nach Absprache jederzeit geöffnet.
In der Weihnachtszeit gelten besondere Öffnungszeiten.