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Söldner, Schrecken, Seuchen.
Franken und Böhmen im Dreißigjährigen Krieg

 

Bis zu 23. September 2018 ist die Sonderausstellung geöffnet.

Mehrmals läuft Im Kriegsherbst 1632 die 15jährige Maria Margareta Stumpf von Bayreuth nach Kulmbach. Dort versucht die junge Frau, das Lösegeld für ihren Vater zusammen zu tragen.

Der kaiserliche Heerführer Marchese de Grano hält ihn als Geisel. Seine Forderung an die Stadt Bayreuth: 10.000 Reichsthaler für fünf Tage Besetzung. Nach Wochen hat Maria Margareta das Geld beisammen - doch schon drei Tage nach der Übergabe stirbt der Vater an Entkräftung. Der nächste Schlag kommt zwei Jahre später - die Mutter fällt der Pest zum Opfer. Die nun 17jährige übernimmt die Verantwortung für die vier jüngeren Geschwister. Mit 18 heiratet sie im Folgejahr einen 13 Jahre älteren Mann. In den nächsten 10 Jahren bringt sie acht Kinder zur Welt. Fünf davon starben noch im Kleinkindalter. Der Tod des letzten Kindes bricht letztlich ihren Lebenswillen. Maria Margareta stirbt mit 28 Jahren.

 

Das Schicksal von Maria Margareta Stumpf aus Bayreuth ist tragisch - und doch nur eines von vielen: Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges produzierte eine große Anzahl von ähnlichen Lebensläufen und Schicksalen.

 

Der Ausbruch dieses lange andauernden Krieges, der sich so stark auf die Entwicklung in Mitteleuropa auswirkte, jährt sich 2018 zum 400ten Mal. Dies ist für die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz und das Fränkische Schweiz-Museum Anlass gewesen, das Jahresthema „Auf den Spuren der Musketiere“ ins Leben zu rufen.

 

Ausstellung

Der Beitrag des Fränkische Schweiz-Museums zu dem Gedächtnisjahr ist die große Sonderausstellung (24.3.-23.9.18) „Söldner, Schrecken, Seuchen. Franken und Böhmen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges“. Die Ausstellung stellt die Ereignisse in unserer Region in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Sicht der damals lebenden einheimischen Bevölkerung vor. Die großräumigen europäischen Ereignisse immer im Blick behaltend, vermittelt das Museum so anhand von lokalen und regionalen Beispielen die erschütternde Zeitepoche zwischen 1618 und 1648.

Die Kuratoren des Fränkische Schweiz-Museums trugen zahlreiche originale Objekte aus jener Zeit zusammen: Urkunden, Propagandaflugblätter, Waffen, Bilder und Alltagsgegenstände sind hier zu nennen. Ausgewählte Einzelschicksale sind als Hörspiel aufgearbeitet und erlauben so einen sehr persönlichen Einblick in die Lebenswelt der Menschen zu einer Zeit, in der Glück und Schrecken sehr eng beisammen liegen konnten. Die eindrucksvollen und intensiven Grafiken eines Jacques Callot belegen dies sehr deutlich.

Die Sonderausstellung erstreckt sich über zwei Gebäude des großen Regionalmuseums in Tüchersfeld bei Pottenstein. Zusätzlich zum großen Sonderausstellungssaal werden in einem weiteren Gebäude noch zwei Stockwerke, die jetzt noch Teile der Dauerausstellung beherbergen, bespielt. Konzeptionell unterteilen die Macher die Ausstellung in mehrere Einzelthemen.

 

Der Weg in den Krieg

 

Die Kriegsherren

 

Die Region und ihre Akteure

 

Das bäuerliche Leben

 

Das städtische Leben

 

Niedergang des Geldes

 

Die Söldner

 

Plünderungen und Drangsale

 

Belagerungen und Kämpfe

 

Seuchen und Ernährung

 

Friedenssehnsucht und Friedensverhandlung

 

 

 

Über das Gesamtprojekt informiert das Portal

www.auf-den-spuren-der-musketiere.de


NEWS:
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Kontakt
Fränkische Schweiz-Museum Tüchersfeld
Am Museum 5
91278 Pottenstein
Tel.: 09242-741 70 90
Fax: 09242-1056
www.fsmt.de
info@fsmt.de

Träger:
Zweckverband Fränkische Schweiz-Museum
Landratsamt Bayreuth
Markgrafenallee 5
95448 Bayreuth
Öffnungszeiten
April - Oktober:
Di - So: 10.00 - 17.00 Uhr

November - März:
So: 13.30 - 17.00 Uhr

Für Gruppen wird nach Absprache jederzeit geöffnet.
In der Weihnachtszeit gelten besondere Öffnungszeiten.